Die Sorgen um den Klimawandel seien berechtigt, meint Bruder Paulus. Die Kopenhagener Konferenz zeige, dass wir uns einschränken müssten. Das dies aber auch gemeinsam erarbeitet werden müsse. Deswegen, so Bruder Paulus, arbeite er mit anderen Wissenschaftlern im Frankfurter Zukunftsrat mit. Der habe die Welt-Wandel-Karte erarbeitet. Doch nicht Angst vor den dramatischen Veränderungen würden uns wirklich verändern: Wer dem Klima gut tun wolle, so Bruder Paulus, müsse sich einschränken aus einem besseren Grund. Der Kapuziner setzt auf das Staunen über die Natur, auf das Gebet zu Gott und die aus beidem erwachsende Sensibilität für die Schöpfung. So werde das Handeln der Menschen aus gutem Grund klimagerechter.
Der Nikolaustag ist nicht Weihnachtsmanntag, sondern Tag eines richtigen Heiligen. Bruder Paulus erinnert an eine wunderbaren Geschichten, die über den Bischof von Myra, dem heutigen türkischen Demre, erzählt werden. Sein Fazit: Wer so auf Gott vertraut wie der heilige Kinderfreund, kann selber Nikolaus für seine Mitmenschen werden.
Br. Paulus ist auf dem Markt in Köln – Nippes und fragt danach, wie der moderne Mensch, der keine Gartenfrüchte erntet, sein persönliches Erntedank gestalten kann.
Im Wahlkampf wurde viel von Freiheit gesprochen. Doch was ist liberal? Wer wirklich liberal ist, frei im Sinne Gottes, der lässt sich nicht von der faszinierenden Kraft der Natur- und Marktgesetze mitreißen. Er schaut auf Gott. Sieht mit ihm auf die Mitmenschen. Denkt an die Folgen seines Tuns. Mit einem Wort: Er handelt verantwortlich mit den Kräften von Natur und Markt.
Zum Tag der Deutschen Einheit besucht Br. Paulus die Gedenkstätte Point Alpha bei Geisa und erinnert an den Impuls, den Papst Johannes Paul II. auslöste. Dessen Glaubensbekenntnis zur christlichen Berufung des Menschen zur Freiheit und zum Leben in einer Gesellschaft ohne Grenzen muss auch die Grenzen erreichen, die noch zwischen arm und reich, gebildet und ungebildet usw. durch die Gesellschaft gehen.